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HEARTBRUT - ES BEDEUTET: ZEIG MUT UND HERZ IN HARTEN ZEITEN. RAU IST DAS NEUE SCHÖN.

Nackter Beton – für manche schlicht hässlich und böse, für andere pure Liebe oder der perfekte Selfie-Hintergrund. In der Schweiz ist Sichtbeton so allgegenwärtig, dass er Teil der kulturellen DNA geworden ist. HEARTBRUT wirft einen frischen Blick auf das einzigartig reiche und vielfältige Erbe. Und setzt die Beton-Ikonen neu in Szene. Unsere Botschaft ist einfach: Geht raus und entdeckt die Schönheit der Objekte mit eigenen Augen. Wir kümmern uns um die Infos und Inspos. 

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UNSERE MISSION

Wir beleuchten die brutalistischen Ikonen der Nachkriegszeit aus zeitgenössischen und genreübergreifenden Perspektive. Uns inspiriert die mutige, kompromisslose Haltung, die rohe, ungeschminkte Ästhetik und der rebellische, aber gleichzeitig optimistische und innovative Geist, den diese Objekte ausstrahlen. Wir glauben, dass dies auch heute noch relevant ist. Deshalb wollen wir die Diskussion über dieses wichtige, aber immer noch weitgehend unterbewertete Stück kultureller DNA vorwärts bringen und für neue Bereiche und Assoziationen öffnen. Wir sagen: Roh ist das das neue Schön! Der Name ist Programm: HEARTBRUT ist auch eine Einladung, sich der rauen Realität mit Herz, Mut und Courage zu stellen. Das Schöne im vermeintlich Hässlichen zu entdecken. Let’s keep it brut & beautiful.

We declare: raw is the new beautiful! It is in the name: HEARTBRUT is also an invitation to face today tough realites with heart, irreverence, courage and guts. It is about discovering beauty in the supposedly ugly. Let’s keep it brut and beautiful.

Ja, Brutalismus polarisiert immer noch. Und ja, Beton muss klimafreundlicher werden, und wir stehen hier erst am Anfang eines sehr langen Weges. Aber Polemik hilft nicht, die Debatte voranzutreiben. Indem wir unsere brutalistischen Ikonen beleuchten, hoffen wir, ihren kulturellen Wert hervorzuheben. Aber wir zeigen auch mit dem Finger auf das, was nicht so cool ist. Wir verfolgen einen ehrlichen Ansatz und sagen, was Sache ist.

Inspiriert von den kühnen Brutalismus-Ikonen der Nachkriegszeit wirft HEARTBRUT einen frischen Blick auf die reiche Sichtbeton-Tradition der Schweiz und verbindet sie mit gegenwartsrelevanten Diskussionen und Themen in den Bereichen Kunst, Identität und Alltag. 2019 von der Autorin und Fotografin Karin Bürki gegründet, kultiviert das Format einen genreübergreifenden und integrativen Ansatz. Die Kombination aus Visuals, leicht zugänglichen Online-Inhalten und innovativen Printprodukten spricht neue Zielgruppen an und erreicht weltweite Visibilität. Das Format wird von diversen kantonalen Kulturinstitutionen gefördert. Über HEARTBRUT wird regelmässig in den Medien berichtet. Let’s keep it brut & beautiful.

KURZ ERKLÄRT

Béton Brut ist der französische Begriff für Sichtbeton. Bekannt machte ihn der in der Schweiz geborene Architekt Le Corbusier in den späten 1940er Jahren. Er bezog sich dabei auf die rohe Materialität seines wegweisenden, komplett aus Sichtbeton erbauten Wohnblocks «Unité d'habitation» in Marseille. Daraus entstand via Grossbritannien die Bewegung «Brutalismus». Sie setzte auf eine ungeschminkte Architektur und starke Statements. Stilmerkmale: Unverputzte Materialen, wie Beton und Backstein, skulpturale Geometrien and massive Formen. Obwohl der Stil von Anfang an stark polarisierte, setzte er sich weltweit durch und war bis 1980 prägend. Lange totgesagt, erlebt der Brutalismus seit einigen Jahren ein Revival; die Ästhetik gilt gar als hip. In der Schweiz lebt sein Geist vor allem im «All-Over-Rough-Design» vieler zeitgenössischer Bauten weiter.

Die Schweiz hat sich schon früh dem Beton verschrieben. Die kühnen und elegant geschwungenen Betonbrücken des Schweizer Ingenieurs Robert Maillart erregten zu Beginn des 20. Jahrhunderts weltweit Aufsehen. 1928 wurde in Basel die erste Sichtbetonkirche gebaut. Bis in die 1950er Jahre galt Beton bei Schweizer Architekten als edles Material. Der Schweizer Brutalismus vermeidet daher eher Grobheit und Provokation. Ziel ist es stets, die Noblesse und die Rauheit des Betons auf anspruchsvolle, aber effiziente und kostengünstige Weise zu verbinden. Die Architektur zeichnet sich durch eine pragmatische Herangehensweise, Liebe zum Detail und eine hohe handwerklichen Qualität aus. Sie weist eine reiche Vielfalt an Stilen auf, die von strenger Askese über opulente Ausdruckskraft bis hin zu Subtilität und Poesie reichen.   

In der Schweiz der Nachkriegszeit spielte Beton eine wichtige Rolle bei der Bildung einer neuen und modernen Identität. Ab den Sechzigerjahren erlebte das Land einen nie dagewesenen Wirtschaftsboom und erneuerte sich radikal. Ein gewaltiger Bauboom setzte ein. Beton ermöglichte dank seiner Kostengünstigkeit und Funktionalität die Transformation. Es entstanden zahlreiche Wohnsiedlungen, Amtsgebäude, Schulen, Kulturzentren, Kirchen und Infrastrukturbauten in Béton Brut-Optik. Die architektonische Kühnheit erzählt von einer optimistischen Ära im gesellschaftlichen Aufbruch, die zuversichtlich in die Zukunft blickte.

Die Schweiz pflegt ein besonderes Verhältnis zu Sichtbeton. Nirgendwo ist das Baumaterial so allgegenwärtig wie hierzulande. Sichtbeton ist Teil unseres Alltags und gehört zum Schweizer Kulturgut wie Musik und Kunst. HEARTBRUT will dazu inspirieren, das einzigartige, aber immer noch wenig gewürdigte Beton-Erbe der Schweiz neu zu entdecken.

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